Sharing is caring :)

Typische Verhaltensprobleme, die man bei Labrador-Welpen beachten sollte

Photo: Les Daniel

Kleine, junge Hundewelpen sind so niedlich und harmlos, so dass man es sich kaum vorstellen kann, dass sie in wenigen Monaten zu großen Problemen in der Familie und dem Haushalt führen können.

Und damit übertreibe ich nicht. Die vielen jungen, ein- bis zwährigen Hunde im Tierheim sind ein trauriger Beleg hierfür.

Hundwelpen transformieren sich so schnell von einem Welpen, der alles für uns machen möchte, zu einem ungestürmen adultem Hund, der sich denkt „Halte mich auf, wenn ich das nicht machen soll!“.

Genau wie mit Kindern gehört es zum Erwachsen werden dazu, ständig unsere Grenzen auszutesten. Dazu gehören auch die Grenzen unserer Geduld – was manchmal nicht einfach ist.

Wie geht man also mit jungen Hunden um, um die größten Probleme zu vermeiden?

Als erstes sollte man darauf achten, dass der Hund so wenig Gelegenheit wie möglich hat, um Sachen anzustellen. Dazu gehört, dass man sein Zuhause „Dogsafe“ macht. Der Raum, in dem sich der Welpe für gewöhnlich aufhält, sollte wenig Gegenstände enthalten, die er als Kauspielzeuge verwenden könnte. Ein Kinderzimmer mit vielen Spielzeugen in Hundehöhe oder ein Flur mit den Schuhen der Familie kommt also nicht in Betracht.

In der Anfangszeit sollte man seinen Hund zwar nicht alleine lassen, aber selbst ein Sprung unter die Dusche kann ausreichen, dass die Lieblingsschuhe zerkaut werden.

Weiterhin sollte man bestimmte Verhaltensweisen nicht fördern. Es kann niedlich sein, wenn ein Welpe an uns hochspringt, um uns zu begrüßen oder mit seinem sanften Maul verspielt in die Hand beisst oder am Jackenärmel zupft. Bei einem erwachsenen Hund ist das aber nicht mehr so schön.

Und das ist dann auch das Dilemma des Hundes. Als Welpe fanden wir das alles goldig und haben es sogar begrüßt und dann plötzlich soll es nicht mehr ok sein? Das ist für einen Hund nur schwer zu verstehen.

Ein Mittelweg dazwischen kann sein, dass man dem Hund beibringt, diese Verhaltensweisen sofort zu unterbrechen, wenn man ihm den Befehl dazu gibt. Lässt man sich auf ein Raufen mit dem Hund ein, aber er unterbricht diese Aktivität sobald man ihm den Befehl dazu gibt, hat es zumindest einen erzieherischen Effekt.

Junge Hunde können sehr aktiv sein, hyperaktiv sogar. Das beste Mittel, damit umzugehen, ist den Welpen draussen an der frischen Luft herumtollen zu lassen und mit ihm Übungen zu machen, die seine Disziplin fördert und seinen Kopf anstrengen.

Beissen – ein typisches Verhalten bei Labradoren

Retriever, die für Generationen darauf trainiert wunden, mit ihren Mäulern zu arbeiten und Sachen zurück zu bringen, haben einen starken Fokus auf das sogenannte „Mouthing“. Sie wollen alles mit ihren Mündern erkunden und nehmen alles erst mal in den Mund. Wie schmeckt es, wie fühlt es sich an. Das Gleiche machen sie mit unseren Händen, Füssen oder Hosenbeinen. Das kann nervig sein, gehört aber zum normalen Verhalten des Labrador Retrievers dazu.

Wenn der Welpe zu stark mit seinem Mund arbeitet, dann ist es nicht notwendig, ihn zu beschimpfen oder sogar zu bestrafen. Besser ist es, wenn man die Situation einfach beendet, indem man den Raum verlässt und den Hund zurück lässt.

Der Hund wird die Nachricht schon verstehen und künftig zarter mit dir umgehen. Wenn er es nicht sofort versteht, dann muss man es einige Male wiederholen. Konsequenz ist wie immer das beste Mittel.