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Jeder Hund zieht.

Das waren die tröstenden Worte meiner Hundetrainerin. Ich suchte sie auf, als Penny ungefähr 1,5 Jahre alt war und mich immer noch an ihrer Leine quer durch die Gegend zog. Ich wollte ihr glauben, aber konnte trotzdem nicht tröstendes an ihrer Aussage finden, da der tägliche Spaziergang mit Penny, der doch an sich etwas sehr Schönes sein sollte, deutlich anstrengender war, als ich mir wünschte.

Noch schwieriger war es, wenn wir anderen Hunden begegneten und sich Penny jedes Mal mit voller Kraft voraus in die Leine legte, um dort „Hallo“ zu sagen. Mindestens genauso unangenehm aber war das abrupte stehen bleiben oder in eine andere Richtung laufen, wenn sie an einer bestimmten Stelle schnüffeln wollte. Es ist kaum zu glauben, wie stark die Nackenmuskulatur eines Labrador sein kann, wenn er stehen bleiben möchte. Manchmal, wenn ich nicht darauf vorbereitet war und Penny plötzlich nach links abdrehte oder einfach stehen blieb, verursachte mir das Schmerzen an Arm oder Ellenbogen. Keine gute Sache.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon viel probiert: Stehen bleiben wie ein Baum, abrupte Richtungswechsel meinerseits, anlocken mit Leckerlies, kurz und eng an der Leine führen oder die Verwendung eines Halti. Es blieb aber schwierig und je größer die Ablenkung bzw. die Aufregung bei Penny war, umso schwieriger war das Gehen an der Leine.

In der Zeit musste ich verreisen und brachte Penny für einige Tage bei meinem Vater unter. Ich machte mir Sorgen, ob das alles gut gehen würde, oder ob meine stürmische Penny ihn vielleicht umreißen würde. Alles ging gut und sie hatten eine gute Zeit miteinander, aber noch immer war ich nicht zufrieden mit der Situation.

Das SENSE-ation Harness Hundegeschirr

Eine Lösung für mein Problem fand ich dann schließlich in einem amerikanischen Labrador-Forum. Hier wurde immer wieder euphorisch von einem bestimmten Geschirr, dem SENSE-ation Harness, gesprochen. Das Geschirr versprach auf wundersame Weise bei Hunden, die nicht besonders Leinenführig sind, die Probleme zu verhindern und das Gehen an der Leine auch bei stürmischen Hunden deutlich zu vereinfachen. Ich schaute mir die Webseite des SENSE-ation Harness an und entschied mir eines zu bestellen.

Der Hauptunterschied zu anderen konventionellen Hundegeschirren lag darin, dass beim SENSE-ation Harness die Leine vorne unterhalb des Brustbeins angelegt wird und nicht wie sonst üblich, hinten am Rücken. Dieser kleine unterschied hat allerdings eine immense Auswirkung.Wenn die Leine hinten am Rücken befestigt wird, hat ein Hund, der nach vorne ziehen möchte, die maximale Zugkraft. Er lehnt sich nach vorne und zieht alles, was an der Leine hängt nach vorne. Nicht viel anders funktionieren auch die Hundegeschirr für Schlittenhunde.

Beim SENSE-ation Harness kann der Hund überhaupt nicht nach vorne ziehen. Denn wenn man stehen bleibt und der Hund nach vorne läuft, wird er unweigerlich wieder zurück zum Halter geführt.

Warum funktioniert es?

Prinzipiell ist das der gleiche Effekt, den man auch mit einem Halti erreicht. Aber ohne, dass die Leine um die Schnauze des Hundes geführt werden muss. Bei diesem Geschirr, bleibt man also einfach nur stehen, wenn der Hund vorweg laufen möchte und wartet bis er selbst an der Leine wieder zurück dreht. Dann hat man die Möglichkeit Kontakt mit dem Hund aufzubauen, um ihn wieder zurück an die eigene Seite zu locken. Denn das ist ja die wichtigste Aufgabe, beim Trainieren der Leinenführigkeit. Sobald man die Aufmerksamkeit des Hundes hat, zeigt man ihm, wo er laufen soll. Wenn er vorneweg läuft, an der Leine zieht, und sich für alles außer uns interessiert, ist das sehr schwierig. So übernimmt das Geschirr schon mal eine sehr wichtige Aufgabe und den schwierigsten Part beim Gehen an der Leine. Und wenn er eben doch mal zieht, hat man den Hund mühelos im Griff und muss nicht befürchtet, dass man von den Beinen gezogen wird. Auch wenn der Hund groß und der Hundehalter eher schmächtig ist.

Bei Penny benutze ich dieses Geschirr mittlerweile schon seit drei Jahren und es ist wirklich traumhaft. Es ist als ob man eine Servolenkung einschaltet. Penny ist auch jetzt noch ziemlich stürmisch („euphorisch“) und es kann sein, dass sie ab und zu ihre Erziehung vergisst und zu Leuten hinziehen möchte, die Sie versuchen anzulocken oder Ähnliches. Mit diesem Geschirr allerdings, kommt sie nicht weit, da sie deutlich weniger Möglichkeit hat, Kraft gegen die Leine einzusetzen, wie es bei einem gewöhnlichen Halsband der Fall ist.

Mit dem SENSE-ation Harness habe ich auch überhaupt keine Sorge sie anderen Leuten zu überlassen, ob das mein Vater ist oder sogar Kindern. So einen großen Unterschied macht dieses Geschirr.

Vor wenigen Monaten hat mein Bruder mit seiner Freundin einen temperamentvollen Mischlings-Rüden übernommen, der auch ganz gern an der Leine zieht. Ich gab ihm ein SENSE-ation Harness und war zuversichtlich, dass damit ihre Probleme Schnee von gestern sind, aber ich war überrascht über ihre Reaktion. Beide konnten nach nur einem Tag Nutzung kaum glauben, welchen Unterschied das SENSE-ation Harness macht. Sie sagten mir unanhängig voneinander, ihr Hund Hank würde nun fast automatisch bei Fuß gehen und es wäre ein Unterschied wie Tag und Nacht. Natürlich ist das etwas übertrieben, denn auch mit diesem Geschirr ist Training notwendig, um dem Hund das richtige Verhalten beizubringen. Aber ihre Erleichtung über die Wirkung des Geschirrs ist echt und ich kann mich auch gut daran erinnern, wie glücklich ich war, als ich das erste Mal von einen entspannten Spaziergang mit Penny dank SENSE-ation Harness nach Hause kam.

Wer das SENSE-ation Harness mit seinem Labrador ausprobieren möchte, ich habe nun eine limitierte Auflage des Harness in Labrador-typischen Größen zur Verfügung, die Ihr direkt bei mir bestellen könnt.